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Jugend und Asyl

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Flucht und Integration: Jugendliche zeigten großes Interesse an der Veranstaltung im Jugendhaus Wörthsee

„Gibt es bei uns Asylbewerber in meinem Alter, denen ich helfen kann?“ Wenn eine 14-Jährige nach einer Buchvorstellung mit dem Titel „Flucht und Integration“ diese Frage an den Helferkreis stellt, dann zeigt sich, dass die Veranstaltung am 29.6. im Jugendhaus Wörthsee ein Volltreffer war.
Juliane Seeliger, die Leiterin der Gemeindebücherei und Initiatorin der Lesung, freute sich zusammen mit Beate Schnorfeil vom Jugendhaus Wörthsee, dass viele junge Zuhörer zu der Veranstaltung gekommen waren. Die Seefelder Autorin Christine Schulz-Reiss hat mit der Lesung aus ihrem Buch die Jugendlichen nicht nur zum Nachdenken gebracht, sondern mobilisiert. Gebannt hörten sie zu und erfuhren, dass Flucht und Vertreibung seit Urzeiten ein Thema der Menschheit ist.

Lesung in Wörthsee
Christine Schulz-Reiss liest aus ihrem Buch „Flucht und Integration“

Nach dem zweiten Weltkrieg setzte sich der größte Flüchtlingstreck der Welt innerhalb eines Landes in Bewegung: 14 Millionen Deutsche flohen Richtung Westen. Viele starben auf der Flucht und diejenigen, die es in den Westen geschafft hatten, waren dort nicht wirklich willkommen. Die Städte waren zerbombt, Hunger und Elend herrschten, Wohnraum war knapp. Und obwohl die Ankömmlinge Deutsche waren, wollte kaum jemand mit ihnen teilen. Viele von uns haben Großeltern oder Urgroßeltern, die das am eigenen Leib miterlebt hatten.
Die Fluchtursachen der Asylbewerber, die heute bei uns sind, sind dieselben: zerbombte Häuser und Städte, Angst vor Vergewaltigung. Dass leider nicht jeder, der zu uns nach Wörthsee als Flüchtling gekommen ist, bleiben darf, erklärte Elli Unverdross, die Leiterin des Helferkreises. Traurig nickte Evans aus Nigeria, der zu der Veranstaltung mit seiner jungen hochschwangeren Frau und den beiden kleinen Kindern gekommen war: Sie haben ihren Ablehnungsbescheid nach drei Jahren in Wörthsee nun bekommen.
Auch Enas aus dem Libanon und ihr Mann und ihre vier Kinder müssen vermutlich bald ausreisen, obwohl die letztes Jahr bei uns geborene jüngste Tochter mit einer schweren Behinderung auf die Welt gekommen ist und ihr noch viele Operationen bevorstehen. Auch wenn es das Schicksal mit Enas nicht sehr gut meint, verliert sie nie ihren Optimismus.
Für die Verköstigung der Zuhörer stand sie den ganzen Tag in der Küche und bereitete das Büfett vor: Libanesische Köstlichkeiten wie Falafel, gebratene Hühnchen, ein Mandel-Nusspudding begeisterten alle restlos.

 

Jugend und Asyl

Flucht und Integration: Jugendliche zeigten großes Interesse an der Veranstaltung im Jugendhaus Wörthsee

„Gibt es bei uns Asylbewerber in meinem Alter, denen ich helfen kann?“ Wenn eine 14-Jährige nach einer Buchvorstellung mit dem Titel „Flucht und Integration“ diese Frage an den Helferkreis stellt, dann zeigt sich, dass die Veranstaltung am 29.6. im Jugendhaus Wörthsee ein Volltreffer war.
Juliane Seeliger, die Leiterin der Gemeindebücherei und Initiatorin der Lesung, freute sich zusammen mit Beate Schnorfeil vom Jugendhaus Wörthsee, dass viele junge Zuhörer zu der Veranstaltung gekommen waren. Die Seefelder Autorin Christine Schulz-Reiss hat mit der Lesung aus ihrem Buch die Jugendlichen nicht nur zum Nachdenken gebracht, sondern mobilisiert. Gebannt hörten sie zu und erfuhren, dass Flucht und Vertreibung seit Urzeiten ein Thema der Menschheit ist.

Lesung in Wörthsee
Christine Schulz-Reiss liest aus ihrem Buch „Flucht und Integration“

Nach dem zweiten Weltkrieg setzte sich der größte Flüchtlingstreck der Welt innerhalb eines Landes in Bewegung: 14 Millionen Deutsche flohen Richtung Westen. Viele starben auf der Flucht und diejenigen, die es in den Westen geschafft hatten, waren dort nicht wirklich willkommen. Die Städte waren zerbombt, Hunger und Elend herrschten, Wohnraum war knapp. Und obwohl die Ankömmlinge Deutsche waren, wollte kaum jemand mit ihnen teilen. Viele von uns haben Großeltern oder Urgroßeltern, die das am eigenen Leib miterlebt hatten.
Die Fluchtursachen der Asylbewerber, die heute bei uns sind, sind dieselben: zerbombte Häuser und Städte, Angst vor Vergewaltigung. Dass leider nicht jeder, der zu uns nach Wörthsee als Flüchtling gekommen ist, bleiben darf, erklärte Elli Unverdross, die Leiterin des Helferkreises. Traurig nickte Evans aus Nigeria, der zu der Veranstaltung mit seiner jungen hochschwangeren Frau und den beiden kleinen Kindern gekommen war: Sie haben ihren Ablehnungsbescheid nach drei Jahren in Wörthsee nun bekommen.
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